Auf dieser Seite habe ich mal einige Tipps rund um das Model 3 und das Model Y zusammen gefasst. Die Tipps sin mit dem Model Y vor Juniper und mit dem Model 3 vor Highland getestet, da das genau die beiden Varianten sind, die wir fahren. Nichts desto trotz können die Angaben auch für die neueren Modelle passen – probiert es einfach aus.
Ich erkläre hier Funktionen, die euch im Alltag weiterhelfen können und das Leben vielleicht ein weiteres bisschen vereinfachen. Natürlich sind die hier gemachten Angaben keine Zusage, dass jedes Fahrzeug alle beschriebenen Funktionen bereits besitzt/erfüllt. Ausstattung, Region und installierte Software können Menübezeichnungen und Verfügbarkeit verändern. Bei entsprechend markierten Tipps prüfst du zuerst, ob die Funktion in deinem Auto angeboten wird.
Direkt zum passenden Thema
- Laden und Reichweite
- Bedienung und Komfort
- Parken, Waschen und Winter
- Software und Problemlösung
- Unterschiede zwischen Model Y und Model 3
Laden und Reichweite: fünf besonders nützliche Tipps
1. Das richtige Ladelimit im eigenen Auto nachsehen
Die Frage „80 oder 100 Prozent?“ lässt sich nicht pauschal für alle Model 3 und Model Y beantworten. Öffne die Ladeansicht im Fahrzeug oder in der Tesla-App und richte dich nach der dort angezeigten Empfehlung für Alltag und Reisen. Übernimm die Einstellung eines anderen Tesla nicht ungeprüft – selbst bei gleicher Modellbezeichnung. Mein Model Y Dual Motor möchte z.B. am liebsten nur zu 80% geladen werden, wobei unser Model 3 100% bevorzugt. Das liegt an der verbauten Batterievariante.
2. Für die Urlaubsfahrt nur einmal höher laden
Softwareabhängig: Wenn du das Ladelimit über die Alltagsempfehlung schiebst, bieten aktuelle Softwarestände eine einmalige Erhöhung an. Danach kehrt das Auto zum vorherigen Limit zurück. Außerdem lassen sich standortbezogene Ladelimits speichern. Prüfe beim Anschließen, welches Limit für den jeweiligen Ort aktiv ist.
3. Ladekabel über den Türgriff entriegeln
Softwareabhängig: Bei einem Ladekabel ohne Tesla-Taste kannst du am linken hinteren Türgriff mehrere Sekunden ziehen und ihn halten. Die Funktion beendet das Laden und gibt das Kabel frei. Das Fahrzeug muss entriegelt sein oder einen gültigen Schlüssel erkennen. Falls dein Auto den Kurzbefehl nicht unterstützt, entriegle den Anschluss über App oder Touchscreen.
4. Den Schnelllader als Ladestation im Navi auswählen
Wähle den Supercharger beziehungsweise einen unterstützten Schnelllader als Ladeziel im Tesla-Navi aus. So kann das Auto die Batterie für den Ladestopp vorkonditionieren. Eine bloße Straßenadresse ist dafür keine verlässliche Alternative. Plane ausreichend Anfahrt ein: Ein kalter Akku wird nicht auf den letzten Metern ladebereit. Ein niedrigerer Ladestand begünstigt meist die Ladeleistung.
5. Die Energie-App statt nur der Kilometeranzeige nutzen
Die Zahl neben dem Batteriesymbol basiert auf einem normierten Verbrauch. Sie bildet Wetter, Tempo und deine konkrete Strecke nicht vollständig ab. Für die Reise sind die prognostizierte Restladung am Ziel und die Energie-App hilfreicher. Dort kannst du tatsächlichen und erwarteten Verbrauch vergleichen. Prüfe bei unerwartetem Verlust auch die Ansicht für das Parken.
Bedienung und Komfort: kleine Handgriffe mit großem Nutzen
6. Das linke Scrollrad als Schnellzugriff einrichten
Halte die linke Scrolltaste gedrückt und wähle im angezeigten Menü eine angebotene Funktion aus, etwa eine Klimafunktion. Welche Optionen vorhanden sind, hängt vom Softwarestand ab. Richte den Zugriff im Stand ein und wähle etwas, das du häufig brauchst. So sparst du dir im Alltag wiederkehrende Wege durch die Menüs.
7. Häufige Aufgaben per Sprache erledigen
Ein kurzer Druck auf die rechte Scrolltaste startet die Sprachbedienung. Besonders praktisch sind diese Befehle:
- „Handschuhfach öffnen“
- „Ladeanschluss öffnen“
- „Die Spiegel einklappen“
- „Nach Hause navigieren“
Für den letzten Befehl muss deine Heimadresse gespeichert sein.
8. Adressen vom Smartphone an den Tesla senden
Öffne das gewünschte Ziel in einer Karten-App auf dem Smartphone und wähle über die Teilen-Funktion die Tesla-App. Damit kannst du das Navigationsziel an das Fahrzeug übergeben. Das ist besonders angenehm bei Hotels, Ausflugszielen oder Adressen aus einer Nachricht.
9. Fahrerprofil mit dem passenden Schlüssel verknüpfen
Teilt ihr euch das Auto, wählt zunächst das gewünschte Fahrerprofil. Unter Fahrzeug → Verriegelungen → Schlüssel lässt sich der jeweilige Schlüssel über das Fahrersymbol zuordnen. Das Fahrzeug kann beim Öffnen der Fahrertür das passende Profil auswählen. Das erspart euch wiederholtes Einstellen von Sitz, Spiegeln und Lenkrad.
10. Easy Entry mit Rücksicht auf die Rückbank einstellen
Aktiviere bei Bedarf „Easy Entry verwenden“ im Fahrerprofil. Die separate Position erleichtert das Ein- und Aussteigen; beim Einlegen von P und Abschnallen wird sie angefahren. Stelle den Sitz nur so weit zurück, wie es der Platz hinter dir erlaubt. Bei einem Kindersitz hinter dem Fahrer darf der Sitz das Kind weder einklemmen noch den Kindersitz verschieben.
11. Eine Schlüsselkarte als unabhängige Reserve mitnehmen
Bewahre eine angelernte Schlüsselkarte im Portemonnaie auf. Bei leerem oder verlorenem Smartphone kannst du damit an der fahrerseitigen B-Säule entriegeln und dich bei Bedarf am Kartenleser der Mittelkonsole erneut authentifizieren. Wichtig: Wenn du nur die Karte benutzt, verriegelt sich das Auto beim Weggehen nicht automatisch. Verriegle es bewusst wieder mit der Karte.
Parken, Waschen und Winter: Ärger vermeiden
12. Die Öffnungshöhe der Heckklappe begrenzen
Model Y / Model 3: Bringe die Klappe vorsichtig auf eine Höhe mit genügend Abstand zur Garagendecke. Halte die Taste an ihrer Unterseite gedrückt, bis ein Bestätigungston ertönt. Prüfe die gespeicherte Höhe bei der nächsten Öffnung. Mit dem aktuellsten Softwarestand kann man auch eine Speicherung für bestimmte Orte vornehmen. Folge dazu den Hinweisen auf dem Bildschirm. Behalte die Klappe trotzdem im Blick: Ein anderer Stellplatz oder eine veränderte Beladung kann den verfügbaren Abstand verändern.
13. Den Waschanlagen-Modus vor der Einfahrt aktivieren
Öffne im stehenden, nicht ladenden Fahrzeug Fahrzeug → Service → Waschanlagen-Modus. Damit werden unter anderem Fenster geschlossen, die Ladeklappe verriegelt und Scheibenwischer deaktiviert. Bei einer Anlage mit Förderband ist zusätzlich freies Rollen erforderlich: Bremse betätigen und „Freies Rollen ein“ auswählen, entsprechend den Anweisungen der Anlage. Prüfe den angezeigten Zustand vor Beginn des Transports. Der Waschanlagen-Modus allein ist noch keine Bestätigung, dass das Fahrzeug frei rollt.
14. Wächter-Ausnahmen bewusst setzen
Unter Fahrzeug → Sicherheit → Wächter-Modus kannst du Heimadresse, Arbeitsstätte oder Favoriten von der automatischen Aktivierung ausnehmen. Praktisch etwa für einen geschützten privaten Stellplatz. Beachte aber: Tesla beschreibt für die Ortserkennung einen Umkreis von ungefähr 500 Metern. Die Ausnahme kann deshalb auch einen öffentlichen Parkplatz in der Nachbarschaft betreffen. Prüfe dort den Status und aktiviere den Wächter bei Bedarf manuell.
15. Die Abfahrtszeit planen und bei Frost rechtzeitig enteisen
Unter Fahrzeug → Zeitplan kannst du die Vorklimatisierung auf die tatsächliche Abfahrtszeit abstimmen. Bei regelmäßigen Fahrten wählst du passende Wochentage und aktivierst die Wiederholung. Ohne Wiederholung wird der Zeitplan nur einmal ausgeführt. Standorte wie Zuhause und Arbeit können eigene Zeitpläne erhalten.
Bei Eis und Frost findest du in der App unter Klima → Fahrzeug enteisen die passende Funktion. Starte frühzeitig, damit Scheiben und bewegliche Teile auftauen können. Tesla nennt bei kaltem Wetter als Orientierung 30–45 Minuten Vorlauf; der tatsächliche Bedarf hängt von den Bedingungen ab. Erzwinge das Öffnen festgefrorener Teile nicht. Bei uns reicht i.d.R. 15 Minuten.
Software und Problemlösung: gezielt nachsehen
16. Einen hängenden Touchscreen richtig neu starten
Parke sicher und lege P ein. Halte beide Scrolltasten am Lenkrad gedrückt, bis der Bildschirm schwarz wird. Lass sie anschließend los und warte auf das Tesla-Logo und den Neustart. Das zusätzliche Drücken des Bremspedals ist dafür nicht nötig.
Der Vorgang startet den Touchscreen neu, nicht das gesamte Fahrzeug. Er ersetzt keine Diagnose bei wiederkehrenden Störungen. Währenddessen fehlen unter anderem Statusanzeige und Rückfahrkamerabild – deshalb ausschließlich im Stand durchführen.
17. Nach Updates die eigenen Versionshinweise lesen
Unter Fahrzeug → Software → Versionshinweise findest du die Änderungen deiner installierten Version. Das ist die erste Anlaufstelle, wenn ein Tipp aus dem Internet bei dir anders aussieht oder eine neue Bedienmöglichkeit hinzukommt. Halte eine WLAN-Verbindung für Downloads bereit.
„Erweitert“ in den Update-Einstellungen ist kein Knopf für ein sofortiges Update. Tesla verteilt Software gestaffelt. Plane Installationen für eine Zeit, in der du das Auto nicht brauchst: Während der Installation kannst du nicht fahren.
Warum verliert mein Tesla beim Parken Ladung?
Auch im Stand können Verbraucher aktiv sein. Dazu gehören Wächter-Modus, Klimatisierung und Anfragen von Apps oder Drittanbieterdiensten. Kontrolliere bei auffälligem Verlust die Energie-App und prüfe, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden. Wenn du Fahrzeugdaten über ein Smart-Home-System oder einen Logger abrufst, lohnt sich auch ein Blick auf dessen Abruf- und Aufweckverhalten.
Weitere Tesla-Informationen
Die verlinkten Tesla-Handbücher sind die Grundlage für die technischen Anleitungen auf dieser Seite. Für weitere Ideen und Erfahrungsberichte findest du bei Not a Tesla App eine umfangreiche Tipp-Sammlung und im Model-Y-Bereich des TFF-Forums Diskussionen aus der Praxis. Prüfe bei externen Beiträgen immer Modellgeneration, Region und Softwarestand.