IoT Ideen: Briefkastenbenachrichtigung

Was kann man denn so alles mit Home Assistant automatisieren?

Um nun eine eigene Idee zu entwickeln, was man denn nun mit den vorhandenen Geräten so alles anstellen kann, berichte ich hier auf meinem Blog mal von einigen Automatisierungen, die ich in meinem Setup realisiert habe.

Briefkastenbenachrichtigung

Ich möchte gerne benachrichtigt werden, wenn der Postbote etwas in den Briefkasten wirft. Um diese Benachrichtigung zu realisieren, benötigt man im Briefkasten einen Sensor, der einen Einwurf entsprechend erkennt. Das können im Grunde mehrere Arten von Sensoren sein. Ich habe bei meinem ersten Versuch einen batteriebetriebenen Bewegungsmelder im Briekasten installiert. Funktionierte beim Detektieren recht gut, hatte nur Probleme bei niedrigen Temperaturen, die aber draußen im Winter schon mal gegeben sind. Die marktüblichen Bewegungsmelder setzten größtenteils auf einen sogenannten PIR-Sensor. Dieser besteht aus einem pyroelektrischen Material, das auf Veränderungen in der Infrarotstrahlung reagiert. Wenn sich also die Temperatur in der Umgebung ändert, erzeugt das pyroelektrische Material eine elektrische Ladung, die vom Sensor detektiert werden kann.
Um das Temperaturproblem zu umgehen habe ich dann den Bewegungsmelder durch einen simplen Tür-/Fensterkontakt ersetzt. Das funktioniert tatsächlich sehr gut. Einzigallein das Austauschen der Batterie (CR2032), die ca. 1,5 bis 2 Jahre hält, ist eine kleine Herausforderung. Wenn also nun jemand den Briefkasten öffnet, ändert sich der Zustand der Entität „Briefkasten“ von geschlossen auf offen.

Kommen wir nun zur eigentlichen Automatisierung, die mittlerweile direkt in der Home Assistant Oberfläche konfigurierbar ist. Home Assistant bietet da eine leicht verständliche bzw. selbsterklärende Rule-Engine an. Natürlich kann man dennoch nach-wie-vor auch seine Automatisierung direkt als YAML-Code schrieben, was aber für Ungeübte eher schwieriger sein sollte.

Die grundsätzliche Rule Engine sieht auf dem aktuellen Frontend wie folgt aus:

Nun wählt man in der WENN-Bedingung den Sensor „Briefkasten“ und die Eigenschaft „Briefkasten geöffnet“ aus und in der DANN-Anweisung die Aktion „Benachrichtigung“ aus. Danach erhält man in der Aktion „Benachrichtigung“ einige zusätzliche Optionen, wie das Ziel (in meinem Beispiel also mein Smartphone) und die eigentliche Nachricht zur Auswahl. Hier gibt man dann einen sinnvollen Text für die Benachrichtigung ein. Et voila: Die erste Automatisierung ist schon umgesetzt!

Wenn nötig kann man zusätzlich auch mehrere WENN-Bedingungen oder weitere Logikbausteine (NICHT, ODER, UND) in der Rule-Engine verwenden.

Mit der „Aber nur wenn“-Einschränkung habe ich die Benachrichtigung nachts deaktiviert. Dazu wählt man den entsprechenden Punkt aus und selektiert dann bei den Bedingungen „Zeit und Ort“. Nun kann man beliebig „Nach“ oder „Vor“ Zeiten oder/und Wochentage eintragen. Da ich nach 23 Uhr nicht mehr benachrichtigt werden möchte, habe ich „Vor feste Zeit 23:00:00“ eingetragen.

Natürlich kann man diese Automatisierung noch weiter aufwerten, in dem man sich z.B. von der oberhalb des Briefkastens montierten Kamera einen Snapshot mit der Push-Nachricht zusenden lässt oder aber eine Sprachausgabe über die vorhandene Alexa im Haus ausgeben lässt.

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